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Welche Fahrzeuge eine SGW/SFD-Freischaltung verlangen können: Orientierung für die Werkstatt

SGW und SFD sind keine Randthemen mehr. Sie betreffen ausgewählte Modelle von Stellantis, Volkswagen, Mercedes-Benz, Hyundai, KIA und Genesis. Der genaue Umfang ändert sich, aber Werkstätten sollten wissen, bei welchen Fahrzeugen erhöhte Aufmerksamkeit nötig ist.

Die genaue Liste der Fahrzeuge mit Security Gateway ändert sich im Laufe der Zeit. Hersteller erweitern den Schutz auf neue Plattformen, Diagnosegeräte ergänzen schrittweise Unterstützung, und manche Modelle können sich je nach Markt, Modelljahr oder Ausstattung unterscheiden. Trotzdem gibt es Fahrzeuggruppen, bei denen die Werkstatt SGW/SFD im Voraus berücksichtigen sollte.

Die folgende Übersicht basiert auf internen DevCom-Unterlagen und dient als Orientierungshilfe. Vor einem konkreten Servicevorgang sollte immer die aktuelle Unterstützung im Diagnosegerät und im DevCom-Portal geprüft werden.


Stellantis / FCA

Das Security Gateway ist bei einer Reihe von FCA/Stellantis-Marken seit dem Ende der 2010er Jahre implementiert. Typischerweise betrifft es Marken wie Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, RAM oder Vauxhall. Bei Peugeot, Citroën und Opel ist laut DevCom-Unterlagen vor allem auf ausgewählte Nutzfahrzeugmodelle Boxer, Jumper und Movano zu achten.

Bei diesen Fahrzeugen sollte die Werkstatt damit rechnen, dass bestimmte Spezialfunktionen, Stellgliedtests oder in manchen Fällen auch das Löschen des Fehlerspeichers ohne autorisierten Zugriff nicht verfügbar sind.

Alfa Romeo Giulia

Alfa Romeo Giulia

Volkswagen Group: MQB Evo / MQB2020 und MEB

Bei diesen Fahrzeugen sollte die Werkstatt damit rechnen, dass bestimmte Spezialfunktionen, Stellgliedtests oder in manchen Fällen auch das Löschen des Fehlerspeichers ohne autorisierten Zugriff nicht verfügbar sind.

Bei Elektrofahrzeugen auf MEB-Plattform erscheinen in Übersichten zum Beispiel Audi Q4 e-tron, Cupra Born, Škoda Enyaq, Volkswagen ID.3, ID.4, ID.5, ID.6 und ID. Buzz. Bei diesen Fahrzeugen ist mit Schutz erweiterter Diagnosefunktionen zu rechnen, insbesondere Codierung, Anpassungen, Grundeinstellungen und andere Eingriffe in die Konfiguration von Steuergeräten.

Škoda Enyaq

Škoda Enyaq

Mercedes-Benz

Bei Mercedes-Benz ist in den DevCom-Unterlagen eine Implementierung ab 2020 genannt, zuerst bei der S-Klasse Generation W223. Betroffene Modelle sind zum Beispiel C 206, E 214, EQE, EQS, CLE, S 223, SL 232, AMG GT 192 und GLC 254.

Bei neueren Fahrzeugen kann der Diagnosezugriff strenger eingeschränkt sein als nur bei einer bestimmten Servicefunktion. Die Werkstatt sollte daher vorab prüfen, ob der richtige Zugriff und eine unterstützte Diagnose verfügbar sind.

Mercedes W223

Mercedes-Benz C Class (W206)

Hyundai, KIA a Genesis

SGW erscheint laut Unterlagen bei einigen Hyundai/KIA-Modellen bereits ab 2018. Bei KIA geht es zum Beispiel um Ceed, EV6, K5, Sorento, Sportage, Stinger, Telluride oder Xceed. Bei Hyundai erscheinen in Übersichten Elantra, i20, Ioniq 5, Nexo, Palisade, Santa Fe, Staria, Tucson oder Venue. Bei Genesis zum Beispiel G70, G80, G90, GV70 und GV80.

Auch hier gilt: Die Liste ist eine Orientierung. Beim konkreten Fahrzeug entscheiden Modelljahr, Ausstattung und elektronische Architektur. Wenn die Werkstatt eine Spezialfunktion oder einen Stellgliedtest plant, ist es besser, mit möglichem SGW zu rechnen und den Zugriff vorab zu prüfen.

Hyundai Ioniq 5

Hyundai Ioniq 5


Wie der Artikel praktisch genutzt werden kann

  • als unterstützender Link aus Artikeln zu SGW und SFD
  • als Orientierungshilfe für Kunden, die verstehen möchten, warum eine erweiterte Funktion nicht startet
  • als Grundlage für eine später aktualisierte Seite mit unterstützten Marken und Modellen
  • als Material für die Vertriebs-Kommunikation zu TSPro- und Troodon-Diagnosen

Die Hauptbotschaft ist einfach: SGW/SFD ist keine Ausnahme, sondern ein neuer Standard. Werkstätten, die professionell mit modernen Fahrzeugen arbeiten wollen, brauchen eine Diagnose, die nicht nur mit Steuergeräten kommunizieren kann, sondern auch korrekt mit autorisiertem Zugriff der Fahrzeughersteller arbeitet.